Im Schatten von Torre Sant'Emiliano

Spaziergang durch die mediterrane Macchia: Südlich von Otranto erstreckt sich eine der schönsten Landschaften in Apulien.


Seit fast fünfhundert Jahren wacht der steinerne Wehrturm über den schroffen Felsklippen. Steine, Felsen, Wind und Sonne; eine spärliche mediterrane Vegetation, die zugleich verblüffend vielfältig an wilden aromatischen Pflanzen ist und eine Aussicht auf die Straße von Otranto, die unbestritten zu den eindrucksvollsten im östlichen Apulien zählt: Der steinige Weg zu Torre Sant'Emiliano lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Entlang der salentinischen Küsten trifft man auf zahlreiche steinernde Wehrtürme. Erbaut  im 15. und 16. Jh., nach der Belagerung und Einnahme Otrantos durch die Osmanen, stellte sie eine Art 'Frühwarnsystem' vor den feindlichen Einfällen der Sarazenen und Piraten dar, welche regelmäßig den östlichen Salento heimsuchten.
Im äußersten Südosten Apuliens erkennt man noch heute diese steinernen Zeitzeugen: Von Torre del Serpe mit Blick auf  den Faro Palascìa, von dort nach Torre Sant'Emiliano und den folgenden Türmen Torre di Porto Badisco (heute ist nur noch das Fundament erkennbar), Torre di Minervino, Torre Specchia la Guardia, Torre di Santa Cesarea Terme (oder Belvedere) bis zu Torre di Porto Miggiano in Santa Cesarea Terme, sind diese Bauwerke untereinander auf Sicht verbunden und kommunizierten in den vergangenen Jahrhunderten durch Leuchtfeuer vor der vom Meer kommenden Bedrohung.

Torre Sant'Emiliano

Blick von Torre Sant'Emiliano in Richtung Süden

Unter diesen zahlreichen Wehrtürmen hat insbesondere Torre di Sant'Emiliano eine ausgesprochen reizvolle Lage. Hoch über den steilen Felsen gelegen, genießt man eine großartige Aussicht auf die Meerenge des Canale d'Otranto, der das italienische vom albanischen Festland trennt. In Richtung Süden wandert der Blick entlang der unzugänglichen, aber dafür noch ursprünglichen Küste in Richtung Porto Badisco. Hier sind die Natur und die Gezeiten des Meeres noch die Hauptprotagonisten und die menschliche Präsenz beschränkt sich auf vereinzelte Masserien, Schafe und Ziegen. Nur wenige Besucher finden den Weg bis Torre Sant'Emiliano, obwohl vom Herbst bis zum späten Frühjahr der steinige Pfad durch die charakteristische mediterrane Vegetation mit ihren aromatischen Pflanzen, wie Minze, Origano und Thymian nicht nur zu einem visuellen, sonder zugleich olfaktiven Genuss wird.

Felsen, Steine und Meer: Blick von Torre Sant'Emiliano in Richtung Nord

Im Schatten von Torre Sant'Emiliano

Felsen, Meer und das gleisende Licht der Halbinsel Salento sind die Hauptprotagonisten


Ein verfallender "Pajaru" auf dem Weg zu Torre Sant'Emiliano

"Tierischer Wegbegleiter" in der mediterranen Macchia


Anfahrt
Torre Sant'Emiliano erblickt man bereits von der Küstenstraße, die von Otranto nach Porto Badisco führt. Das Fahrzeug kann man bei dem schmalen Feldweg gegenüber der Einfahrt zur Masseria Torre Sant'Emiliano abstellen.
Wer einen etwas längeren Spaziergang plant, sollte von Porto Badisco dem schmalen Fußpfad entlang der Küste in Richtung Nord folgen.



Wer in der Nähe von Torre Sant'Emiliano sehr guten Schafskäse direkt vom Erzeuger kosten möchte, sei die Masseria Torre Sant'Emiliano empfohlen. Täglich frisch ist der Ricotta, aber auch die halbharten Käse und verschiedenen Pecorino-Käsesorten sind eine Freude für den Gaumen.
http://www.torresantemiliano.it/.
Nahe bei Torre Sant'Emiliano liegt im übrigen auch der befestigte Gutshof  Masseria Cippano, der im Film "Männer al Dente" nochmals ins rechte Licht gerückt wurde.

Der Steilküste von Santa Cesarea Terme und Otranto gehört zu den schönsten Küstenabschnitten Apuliens.


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Go South East: Im Schatten von Torre Sant'Emiliano
Im Schatten von Torre Sant'Emiliano
Spaziergang durch die mediterrane Macchia: Südlich von Otranto erstreckt sich eine der schönsten Landschaften in Apulien.
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