Zwei Meere auf einen Blick: Das Kap von Otranto

Der östlichste Punkt Italiens: Das Kap von Otranto mit dem Leuchtturm Palascìa.


Ein schmaler Weg führt hinab zum Leuchtturm, der einsam über der Meerenge ragt. Die Felsen fallen schroff zum Meer hinab. Die Küste ist steil und unzugänglich. Kaum ein Laut der menschlichen Zivilisation dringt bis in diesen Winkel Apuliens, wo an klaren Tagen hohe Berggipfel und kleine Inseln am Horizont erscheinen, deren Namen oft nur kundigen Seglern ein Begriff ist. Wir haben den östlichsten Punkt Italiens erreicht: Das Kap von Otranto.


40°7' nördliche Breite und 18°31' östliche Länge: Das Kap von Otranto, auch Punta Palascìa genannt, ist erreicht. Östlicher geht es in Italien nicht, denn nur 70 Kilometer trennen den italienischen Stiefel noch vom albanischen Festland.

Wer die Küstenstraße von Otranto in Richtung Santa Cesarea Terme fährt, trifft nach sechs Kilometern auf einen kleinen Militärstützpunkt. Bevor der Eiserne Vorhang fiel, befand sich hier ein strategisch wichtiger Punkt Italiens. Ein schmaler Feldweg führt zum Kap von Otranto. Den einzigen Hinweis auf die Präsenz des Leuchtturms von Palascìa gibt ein bereits leicht verrostetes Schild, dass von der Küstenstraße nicht zu erkennen ist.

Bereits auf dem Weg zum Leuchtturm hinab, bietet sich einenem ein großartiger Ausblick auf die Straße von Otranto: Zur Rechten erblickt man die Bucht der Baia delle Orte und Punta Facì. In Richtung Süden scheinen die schroffen, steilen Felsen kein Ende zu nehmen.

Der Leuchtturm von Punta Palascìa. Im Hintergrund das albanische Festland.

Das Kap von Otranto im Frühjahr

1867 erbaut und bis Ende der siebziger Jahre in Funktion, war "Faro Palascìa", wie der Leuchtturm im Salento genannt wird, jahrelang verlassen und dem Verfall ausgesetzt. In den Jahren 2004-2008 erfolgte die notwendige Restaurierung, um das Gebäude vor dem endgültigem Verfall zu bewahren. Heute beherbergt der Leuchtturm ein multimediales Museum und eine Beobachtungsstation der Universität des Salento - mit (leider) ungewissen Öffnungszeiten. Denn, wie so oft in Italien, nachdem das erste öffentliche Interesse abnahm, begann auch Palascìa wieder in Vergessenheit zu geraten, wie an den Gebäuden bereits nach nur wenigen Jahren unschwer zu erkennen ist.

Punta Palascìa im Licht der Märzsonne

Blick vom Kap von Otranto auf die Baia delle Orte und Punta Facì am Neujahrsmorgen.

Zur Jahreswende finden sich am Kap von Otranto nicht nur zahlreiche Fotografen ein, die den ersten Sonnenaufgang Italiens des Jahres ablichten. Im Rahmen des Programms zur Silvesternacht der Stadt Otranto, "L'Alba dei Popoli", zieht es viele Nachtschwärmer nicht nur zu den Konzerten in der idruntinischen Altstadt, sondern auch zur jährlich stattfindenden Veranstaltung am Leuchtturm. Mit warmen Getränken und passender Kleidung, wartet man auf die ersten Sonnenstrahlen des Neujahrsmorgen, die das eindrucksvolle Szenarium in eine suggestive Atmosphäre tauchen.

Der erste Sonnenaufgang des Jahres in Italien am Kap von Otranto (2011)

Das Kap von Otranto markiert nicht nur den östlichsten Punkt Italiens, sondern ist gleichzeitig die offizielle nautische Position, wo die Adria und das Ionische Meer aufeinander treffen. Eine der wenigen Gelegenheiten kontemporär zwei Meere auf einen Blick zu sehen .

Weitere Bilder vom Leuchtturm Palascìa gibt es unter Apulien im Mondlicht zu sehen.


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Zwei Meere auf einen Blick: Das Kap von Otranto
Der östlichste Punkt Italiens: Das Kap von Otranto mit dem Leuchtturm Palascìa.
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